Rollstuhl-

basketball macht Schule 

ein bewegtes Inklusions-Projekt von UKH und DRS (Deutscher Rollstuhlsportverband)

 

 

Laute Rufe schallen durch die Sporthalle. Ein Basketball hüpft quer über das Spielfeld, Schüler versuchen ihm hinterherzujagen. Eine Szene, wie sie öfters im Sportunterricht vorkommt. Doch am 11.11. war etwas anders – alle saßen in Rollstühlen. 

 

Die 9. und 10. Klässler hatten Besuch von Herrn Arnold. Er spielt in der 2. Bundesliga Rollstuhlbasketball bei den Lahn-Dill Skywheelers und ist für die Hessische Unfallkasse als Trainer und Projektleiter tätig.

 

Herr Arnold erklärte die Unterschiede zwischen einem Alltags-Rollstuhl und einem Sport-Rollstuhl sowie einige grundlegende Dinge, worauf es bei dieser Sportart ankommt. Im Anschluss haben die Schüler geübt, wie man den Rollstuhl in Bewegung setzt und wieder bremst, wie man einen Basketball vom Boden aufhebt („presst ihn beim Fahren ans Rad, er dreht sich dann mit hoch“), wie man steuert, dribbelt und passt. Bevor die Jugendlichen jedoch in Kleingruppen gegeneinander antreten konnten, mussten noch einige Körbe geworfen werden, was im Sitzen gar nicht so einfach war. Nach einigen spannenden, leidenschaftlichen und fairen Spielen konnten zum Abschluss noch Fragen gestellt werden.

 

Alle Schüler haben mit Freude am Projekt teilgenommen und Inklusion im Schulsport einmal auf eine andere Art erlebt, sich mit dem Thema Behinderung aktiv und spielerisch auseinander gesetzt und wie in der späteren Reflexion festgestellt, einige Berührungsängste abgebaut. 

 

Wir behalten Rollstuhlbasketball als eine rasante Trendsportart, die viel Teamgeist ermöglicht, körperlich fit macht und auch ein Gemeinschaftserlebnis auf Augenhöhe bietet, in Erinnerung.